Schauspielerin Hannelore Hoger liest in Salzgitter-Salder
SZ-Salder. Die bekannte Bühnen- und Filmschauspielerin Hannelore Hoger liest anlässlich der Ausstellung „Ruth Baumgarte. Farbrausch am Kessel“ in Schloss Salder am Sonntag, 10. Januar, um 11 Uhr Texte aus dem Alltag der industriellen Arbeitswelt von Egon Erwin Kisch und Martin Walser.
Der sogenannte „rasende Reporter“ Kisch porträtierte in den 1920er Jahren unterschiedliche Arbeitswelten. Mit der Reportage „Stahlwerk in Bochum. Vom Hochofen aus gesehen“ zeichnete er ein lebendiges Bild der Schwerstarbeit in den Betrieben. In der Erzählung „Die Klagen über meine Methoden häufen sich“ von Walser nimmt ein Pförtner seine Arbeit dermaßen ernst, dass er kaum noch jemandem Zutritt gewährt. Am Werkstor bilden sich lange Schlangen. Letztendlich scheitert er an übererfüllter Dienstbereitschaft. Sowohl die zu lesenden Texte als auch die Arbeiten von Ruth Baumgarte (1923 – 2013) richten ihren Blick gleichsam auf das Monströse und das Gewaltige in der Schwerindustrie als auch auf den fühlenden Menschen, der dort arbeitet – mit all seinen Entbehrungen, aber auch seinem Stolz.
Hannelore Hoger – 1942 in Hamburg als Tochter eines Schauspielers geboren – ist heute eine der namhaftesten deutschen Bühnen- und Filmschauspielerinnen. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Rolle der ZDF-Kommissarin „Bella Block“ in der gleichnamigen Krimiserie. Für ihre Leistungen wurde die Schauspielerin vielfach ausgezeichnet – so unter anderem mit dem „Goldenen Löwen“, dem „Bayerischen Fernsehpreis“ und dem „Adolf-Grimme-Preis“.

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