Mobilitätsmuseum in Salzgitter-Salder: Zwei Grundstücke in der engeren Wahl
Das Mobilitätsmuseum und kein Ende – zum zweiten Mal informierten Vertreter der Stadt Salzgitter die Bürger über den aktuellen Stand. Kämmerer Ekkehard Grunwald stellte gemeinsam mit Baudezernent Michael Tacke, Kultur-Fachdienstleiter Jörg Leuschner und dem Leiter der Stadtplanung, Bernd Waldmann, den etwa 100 Gästen einen ersten Entwurf der Konzeption für das Mobilitätsmuseum sowie eine Bewertung der möglichen Standorte vor.
Von insgesamt sieben möglichen Standorten werden lediglich zwei von den Stadtvertretern für realistisch und sinnvoll befunden. Zum einen handelt es sich um das Gelände, auf dem das Katastrophenschutzzentrum des THW beheimatet ist, zum anderen das ehemalige Felswerke-Areal.
„Beide Standorte bieten genügend Platz und sind von ihrer Lage und Erreichbarkeit geeignet“, teilte Waldmann in seiner Präsentation mit. Doch auch die scheinbar optimalen Lösungen ziehen Nachteile mit sich: Die Kosten. Sie sollten bei dem zweiten Bürgerdialog zwar gar keine Rolle spielen, dennoch kam das Thema immer wieder auf. Insbesondere die Mitglieder der Bürgerinitiative proSal äußerten sich kritisch. „Wir alle haben es in anderen Städten und Regionen gesehen, wie Steuergelder sinnlos verschwendet wurden“, sagte Klaus Kreisel. „Spielt nicht Nürburgring in Salzgitter“, mahnte er und spielte damit auf den in Insolvenz gegangenen Vergnügungspark in Rheinland-Pfalz an.
Ekkehard Grunwald hielt dagegen: „Erst wenn 95 Prozent der Gesamtinvestionssumme durch Zuschüsse und Fördermittel gedeckt sind, wird das Projekt starten.“ Und weiter: „Bevor jedoch die Kostenstruktur berücksichtigt werden kann, müsse man ein geeignetes Grundstück und die damit verbundenen Konzeption ausgewählt haben.“
Jörg Leuschner stellte den ersten Entwurf des Konzepts des Museums vor. „Unsere Region ist geprägt von Industrie, Technik, Arbeit und Mobilität“, so Leuschner. „In dem Museum wollen wir die Entstehung der Mobilitätsindustrie, der sozialen Mobilität und die Arbeit der letzten 200 Jahre aufzeigen.“
Eine dritte Gesprächsrunde soll im November kommen. Dann wird der Verkehrsentwicklungsplan das bestimmende Thema sein.


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