Weiße Netze an der B 188 bei Gifhorn stammen wohl von Gespinstmotten
Landkreis Gifhorn. Es sieht ein bisschen unheimlich aus, so als würde da ein unbekanntes Wesen die Natur in einen großen Kokon einspinnen: An der Bundesstraße 188, ungefähr in Höhe der Abfahrt nach Neubokel, sind Büsche und Gräser komplett von einem weißen Netz eingehüllt.
Vor sieben Jahren sah es an dieser Stelle schon mal so aus wie jetzt: Christian Heine vom Forstamt Südheide meint, dass es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder um Gespinstmotten handelt, „die Unterart können wir allerdings nicht genau einordnen“. Die Raupen der Gespinstmotten haben sich dort eine Schutzhülle geschaffen, um sich unter dem Netz in Ruhe verpuppen und mit den Blättern vollfressen zu können. Das Gespinst dient als Schutz vor Vögeln und Schlupfwespen, den natürlichen Fressfeinden der Gespinstmotten – kleinen Schmetterlingen mit einer Spannweite von gerade mal zwei Zentimetern und vielen schwarzen Punkten auf weißlichen Vorderflügeln.
„Die Motte ist für Menschen nicht gefährlich, auch die Pflanzen können einen einmaligen Fraß überdauern“, bezieht sich Heine auf einen Artikel der Nachrichtenagentur dpa aus Hamburg. Danach bedeute das Gespinst auch für Allergiker keine Gefahr, und die Büsche und Bäume trieben Ende Juni neu aus.

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