Schon Mitte Februar ziehen wieder Flüchtlinge im Camp Lessien ein
Landkreis Gifhorn. Der Zuzug von Flüchtlingen in den Landkreis dauert an – und macht die Reaktivierung des Camps Lessien bereits Mitte Februar erforderlich. 1700 Flüchtlinge leben bereits im Landkreis Gifhorn, weitere 1170 Menschen müssen bis zum Jahresende aufgenommen werden.
„Wöchentlich werden uns bis zu 30 Flüchtlinge durch das Land zugewiesen“, erläuterte Landrat Dr. Andreas Ebel. Derzeit seien zwei Drittel der im Landkreis lebenden Asylbewerber dezentral in angemieteten Wohnungen untergebracht, erklärte der Verwaltungschef gemeinsam mit dem Fachbereichsleiter Michael Funke und Dirk Spieß, Leiter der Ausländerbehörde.
Aufgrund der angespannten Wohnraumsituation würden anerkannte Flüchtlinge keine eigenen Wohnungen mehr finden und könnten daher nicht aus den vom Kreis angemieteten Wohnungen ausziehen. Das Camp Lessien werde vorerst von einem „Interims-Betreiber“ organisiert, bis zum 1. Mai soll dann per europaweiter Ausschreibung ein neuer Betreiber für die Räumlichkeiten gefunden sein. Ebel wünscht sich in diesem Zusammenhang vom Bundesamt für Migration eine schnellere Identitätsklärung der hierhier kommenden Flüchtlinge. Erst kürzlich habe es „einen Kandidaten“ gegeben, der 13-fach registriert worden sei, so Spieß.

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