Gifhorns Kreiselternrat steht ohne Vorsitzende da
Gifhorn. Gifhorns Kreiselternrat ist ohne Führung. Nach Kritik aus den eigenen Reihen hat die Vorsitzende Ivonne Reinecke das Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. In einem zweiseitigen Brief an Politik und Verwaltung begründet die Knesebeckerin ihren Rücktritt. Der Landkreis bereitet eine Neuwahl vor.
Leider sei die Arbeit des Kreiselternrates von einzelnen Mitgliedern in jüngster Vergangenheit immer wieder mit Worten wie „formaljuristische Fehler“, „Verwaltungsklüngelei“, „sofortige Neuwahl des Vorstandes“, „Kommunalaufsicht“ kommentiert und angezweifelt worden, schreibt Reinecke auch an die Adresse von Landrätin Marion Lau. Themen der eigentlichen Arbeit des Gremiums und deren Umsetzung wie Bildung, Schullandschaft, Inklusion, Schülerbeförderung und Ehrenamt seien so in den Hintergrund gerückt.
„Das Verhalten einzelner Mitglieder des Kreiselternrates führte letztendlich dazu, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Kreiselternrat und Landkreisverwaltung zerstört wurde“, erklärt Ivonne Reinecke, die das Amt der Vorsitzenden drei Jahre inne hatte.
„Mich persönlich hat es zutiefst getroffen, dass es einzelne Mitglieder geschafft haben, eine gute, effektive und vor allem konstruktive Zusammenarbeit mit der Verwaltung zu zerstören“, bemängelt die Knesebeckerin.
Kreisrätin Evelin Wißmann wollte den Rücktritt am vergangenen Mittwoch nicht kommentieren. m„Es wird eine Neuwahl geben, die Kreisverwaltung kümmert sich dabei um die organisatorischen Angelegenheiten“, erklärte die Juristin nach dem Rücktritt Reineckes mit Blick auf die kommenden Schritte.


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