Kostspielig: Bau der A 39
Gifhorn. Schlaglöcher flicken, neuen Asphalt darauf walzen und im Winter streuen: Pro Kilometer zahlt der Landkreis Gifhorn jährlich 2285 Euro für Unterhaltung seiner 480 Kilometer Straßen. Mit der A 39 kommen 35 weitere Kilometer dazu (Rundblick berichtete). Das sorgt für Zähneknirschen im Schloss.

Wenn die A 39 kommt wird die B 248 zur Kreisstraße herabgestuft – und Gifhorn muss für die Unterhaltung der Strecke aufkommen.
Die Autobahn entlastet Bundes- und Landesstraßen, die dann Kreisstraßen werden sollen: „Da unsere Fraktion zur A 39 steht, müssen wir wohl auch zu den Folgen stehen“, sagt Rolf Schliephacke von der SPD. Zu einer letztlichen Entscheidung werde man aber erst noch kommen. „Ein richtig fetter Happen“, sagt Bündnis-Partner Fredegar Henze von den Grünen, die der A 39 grundsätzlich nicht grün sind. „Wenn es nach uns ginge, würden wir diese Umstufungsvereinbarung nicht unterschreiben.“
Könnte die A 39 durch solch eine Verweigerung gestoppt werden, weil der Bund erst bauen will, wenn alle unterzeichnet haben? „Ich fürchte, so einfach ist es nicht“, sagt Henze. Der Bund habe ein Interesse an der A 39 und werde selbst aufgestellte Hürden dann mit Sicherheit abbauen.
Helmut Kuhlmann von der CDU sieht dagegen die Gefahr, dass die A 39 zumindest verzögert werden könnte.
Neue Arbeitsplätze: Das sei den jährlich 80.000 Euro mehr gegenzurechnen. „Ich glaube, dass der Landkreis mit den Mehrkosten fertig werden kann.“
„Wer A sagt, der muss auch B sagen.“ Auch Landrätin Marion Lau ist der Meinung, dass die Vorteile der A 39 die Mehrkosten aufwiegen: Im Nordkreis neue Betriebe ansiedeln, aber auch Pendler und damit Steuerzahler halten, weil sie schneller zu ihren Arbeitsplätzen kommen.

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