Gifhorner Klinikum ist an Fresenius verkauft
Kreis Gifhorn. Ein Riesen-Deal zwischen den Konzernen Rhön Kliniken und Fresenius hat deutliche Auswirkungen auf die Standorte Gifhorn und Wittingen: Fresenius hat die Kliniken an beiden Standorten der Rhön abgekauft.

Hubertus Lux ist empört, aber die Rechtslage ist klar: Nicht die Mitarbeiter, sondern die Börsenanleger gilt es zu schützen. Photowerk
Für drei Milliarden Euro hat der Gesundheits-Gigant insgesamt 43 Krankenhäuser übernommen. In Gifhorn macht sich Sorge in der Belegschaft breit: „Unsere 800 Mitarbeiter sind geschockt und verunsichert, es gab vorher keine Infos“, so die scharfe Kritik von Hubertus Lux, Betriebsratschef des Klinikums Gifhorn. Der Betriebsrat fühle sich überfahren. Er sei nicht rechtzeitig ins Boot geholt worden. „Mitarbeiter-Interessen wurden mit Füßen getreten.“
Die Rhön hält dem entgegen: Als börsennotierte Unternehmen seien die zwei Konzerne bei einem derartigen Deal zu einer so genannten „ad-hoc-Meldung“ verpflichtet, so Hans-Jürgen Heck von der Unternehmenskommunikation.
Bei dem Verkauf wiegen laut Aktiengesetz die Interessen der Anleger schwerer als die der Mitarbeiter im Krankenhaus.

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