Gifhorn: Knapp drei Jahre Haft für Missbrauch an Kindern
Hildesheim. Er lockte sie mit Eis, einer Fahrt auf seinem Trecker oder zum Computerspiel – dann verging er sich an den Mädchen. Am vergangenen Montag wurde ein 51-Jähriger aus dem Gifhorner Nordkreis wegen des mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern vom Landgericht Hildesheim verurteilt: Zwei Jahre und zehn Monate Haft erwarten ihn.

Die Staatsanwaltschaft am Landgericht Hildesheim wirft dem 51-Jährigen insgesamt 13 Missbrauchsdelikte vor.
Ermittler waren auf die Spur des Mannes gestoßen, da er eine Internetseite nutzte, auf der kinderpornographische Bilder verbreitet wurden. Daraufhin durchsuchten im September 2011 Beamte sein Haus: Über 100 eindeutige Bilddateien wurden gefunden. Die Hausdurchsuchung nahmen drei Elternpaare aus seinem Bekannten- und Verwandtenkreis zum Anlass, Übergriffe des „netten Onkels“ auf ihre Töchter anzuzeigen.
Insgesamt hatte die Staatsanwaltschaft 13 Fälle angeklagt – drei davon sogar wegen schweren sexuellen Missbrauchs. 1993 bis 1997 soll er sich mehrfach an einer damals erst Sechsjährigen vergangen haben. Noch heute leidet die junge Frau an den Folgen. 2003 bis 2006 verging er sich an zwei Mädchen aus seiner Verwandtschaft. „Das sind Delikte, die aus dem Rahmen fallen“, sagte Richter Volker Heckemüller in seiner Urteilsbegründung, denn eines der dem Angeklagten anvertrauten Kinder war beim Missbrauch drei bis maximal sechs Jahre alt.

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