Gifhorn: Fahrradstreifen im Steinweg abgelehnt
Gifhorn. Abgelehnt wurde am Montag in der Sitzung des städtischen Stadtplanungsausschusses der Antrag der Gruppe ULG/FDP, die „Einrichtung eines eingegrenzten Fahrradstreifens“ in der Fußgängerzone zu prüfen (hallo Gifhorn berichtete).
„Es geht um die Sicherheit der Fußgänger,“ erklärte Andreas Katsch-Herke (ULG/FDP), der den Antrag einbrachte. Gefordert werde lediglich eine Prüfung. „Das Ergebnis soll dann in einer der nächsten Sitzungen zur Beratung vorgelegt werden“, so Katsch-Herke. Doch kein anderes Ausschussmitglied sah das so. Bei zwei Enthaltungen wurde der Antrag abgelehnt.
„Ich sehe keinen Sinn darin, in der Fußgängerzone einen Radweg zu bauen“, führte Uwe Fiest (AfD) aus. Das Überqueren des Streifens berge Gefahren für Fußgänger. Außerdem gelte die Beschränkung ohnehin nur von 11 bis 18 Uhr. In der übrigen Zeit sei das Radeln in der Fußgängerzone erlaubt. Willy Knerr (CDU) verwies darauf, dass in den Haushalt Mittel für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept bereits eingestellt seien. Innerhalb dieses Konzepts spiele auch die Gestaltung der Fußgängerzone eine Rolle. „Deshalb kommt der Antrag zu früh“, so Knerr. Das fand auch Anke Klitzke (Grüne).
Klaus Schindler (CDU), der auch dem Seniorenbeirat angehört, erklärte, dass er eine Umfrage zu dem Thema gemacht habe. „80 Prozent der Befragten sind gegen die Öffnung der Fußgängerzone für Fahrräder“, so Schindler. An der Umfrage beteiligt hätten sich 132 Personen.

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