Gifhorn: Nach 16 Jahren Bauzeit ist Glockenpalast fertig
Gifhorn. Neben dem Mühlenmuseum hat Gifhorn seit vergangenem Mittwoch eine neue Besucherattraktion: Nach 16 Jahren Bauzeit eröffnete Horst Wrobel den Glockenpalast. Dieser vereint nun Kunsthandwerk, Geschichte und Visionen.

Glockenpalast eröffnet: Die Einrichtung soll Wirkungsstätte für Künstler aus West und Ost und Besucherzentrum sein.
Als am Mittwoch um 11 Uhr zur Eröffnung die Freiheitsglocke ertönte, erinnerte sie daran, dass das Datum 8. Mai eine doppelte Bedeutung hat. Vor genau 33 Jahren eröffnete das Mühlenmuseum – das ist die eine Bedeutung. Die andere liegt im Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945. Der Glockenpalast sollte schon immer als Brücke gesehen werden, der eine Verbindung zwischen West und Ost darstellt und die Menschen zusammenführt. Nicht umsonst ist Michail Gorbatschow Schirmherr und Grundsteinleger.
Mehreren Medienvertretern, darunter zwei Fernsehteams, erläuterten Wrobel und Geschäftsführer Philipp Oppermann schon am vergangenen Dienstag in einem Rundgang den Glockenpalast. Er soll künftig Kunsthandwerkern aus West und Ost als Wirkungsstätte dienen sowie als Erlebnisstätte für Besucher, die hier etwas lernen können über Baustile, Glasnost und Albert Schweitzers Weltanschauung.
Besucher sollen mit dem Eintrittsgeld die Einrichtung finanzieren, erklärt Wrobel. „Man kann von den Künstlern, die hier arbeiten werden, kein Geld verlangen.“ Eine Malerin und eine Ikonenmalerin stellen bereits ihre Werke aus. Wrobel hofft, dass viele weitere Künstler und Handwerker auf den Gifhorner Glockenpalast aufmerksam werden. „Wenn sich morgen jemand meldet, kann er sofort anfangen.“ Voraussetzung sei, dass der Stil zum Haus passe.
Für Besucher öffnet der Glockenpalast zunächst dienstags bis donnerstags sowie samstags und donnerstags von 11 bis 16 Uhr. Oppermann: „Wir grenzen es erst einmal ein und sehen, wie es sich entwickelt.“

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