Auf den Spuren der Stadtentwicklung in Salzgitter
Salzgitter. Anlässlich des 75-jährigen Stadtjubiläum Salzgitters hat der Arbeitskreis Stadtgeschichte das neue Projekt „Geschichtslandkarte Salzgitter“ ins Leben gerufen. Ehrenamtliche Mitglieder und interessierte Bürger können sich gemeinsam an der Umsetzung unterschiedlicher Ideen beteiligen.
Ähnlich des Interkulturellen Stadtplans der Stadt Braunschweig und des Projekts Erinnerung & Zukunft der Stadt Hannover sollen unterschiedliche Orte in den Fokus gerückt werden und themenbezogene Routen für Pkw, Fahrrad oder zu Fuß beschrieben werden. Es geht um Themen wie „Infrastruktur“, „Wohnen“ oder „Parkanlagen“.
Endprodukt werden einzelne Informationskarten sein, die zunächst ausschließlich in deutscher Sprache veröffentlicht werden. Eine Ausnahme bildet die Karte zum Friedhof Jammertal, die aufgrund zahlreicher ausländischer Interessenten auch auf Englisch erscheinen wird. „Die Karten sollen nach und nach entstehen, so dass man irgendwann einen Sammelschuber erhält“, erklärt Zacharias. Ehrenamtliche haben die Möglichkeit, sich je nach ihren Stärken und Interessen einzubringen. Das kann von Fotografieren, über Archive anlegen und der Bestandserfassung vorhandener Gebäude bis hin zum Erstellen von GPS-Koordinaten reichen. Es ist als langfristiges Projekt und als niederschwelliges Angebot geplant. Da die Karten möglichst kostenfrei ausgegeben werden sollen, werden noch Spender und Sponsoren gesucht. Ergänzend zur Papierform sollen die entstehenden Routen auch online präsentiert werden. Der Arbeitskreis Stadtgeschichte befasst sich vordergründig mit der neueren Stadtgeschichte, arbeitet aber auch die NS-Geschichte Salzgitters auf. Bisher konnte der Verein Informationen zu mehr als 5.000 KZ-Häftlingen sammeln. Das KZ Drütte wird ebenso vom Arbeitskreis Stadtgeschichte betreut.
Busfahrt und Diskussion
Das nächste Treffen für Interessierte am Geschichtslandkarten-Projekt findet am Samstag, 19. August, von 14 bis 18 Uhr statt. Geplant ist eine Busfahrt und Diskussion, dabei werden das Spektrum unterschiedlicher Routen und die Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit vorgestellt und diskutiert.
Eine Anmeldung ist aufgrund des begrenzten Platzangebots bis zum 9. August unter der Telefonnummer (05341) 44581 nötig.

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