Totes Baby: Polizei geht 100 Hinweisen nach
Gifhorn. Fast drei Wochen nach dem Fund eines toten Säuglings in Knesebeck – Müllsammler hatten die Leiche des Babys am 4. März entdeckt – geht die Mordkommission Knesebeck inzwischen mehr als 100 Hinweisen nach, um die schreckliche Tat zu klären.
Dabei setzen die Ermittler weiter auf die Unterstützung der Gerichtsmedizin Hannover. Aufgrund der fortgeschrittenen Verwesung des kleinen Körpers – er steckte in einer Plastiktüte – konnten bisher weder die Todesursache noch der genaue Todeszeitpunkt bestimmt werden. „Eine komplexe Gewebeuntersuchung soll dabei helfen, diese Fragen zu klären“, sagt Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter. Mit einem Untersuchungsergebnis aus der Gerichtsmedizin sei jedoch erst „in etwa vier Wochen“ zu rechnen. Die Polizei, die in den Tageszeitungen, in Rundfunk und Fernsehen, per Flugblatt und auch in den sozialen Netzwerken mögliche Zeugen aufgerufen hat, Beobachtungen zu melden, verfolgt inzwischen eine Vielzahl verschiedener Spuren. „Wir gehen weit über 100 Hinweisen nach“, so Reuter. Dabei wür-den auch verdächtige Fahrzeuge überprüft. „Das dauert seine Zeit“, verweist der Polizeisprecher darauf, dass die Moko-Mitarbeiter auch gemeldete Kennzeichen und Kennzeichen-Fragmente überprüften. Einen Treffer habe es bisher jedoch noch nicht gegeben.

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