Wird das alte Klinik-Areal zur Insolvenzmasse?
Gifhorn. Die Offizin AG, die im Frühjahr 2015 das alte Krankenhaus-Areal an der Bergstraße in Gifhorn gekauft hat, existiert offenbar nicht mehr. „Die Firma wurde aufgelöst“, erklärt Jürgen Brache, Vorstandsvorsitzender der Schutzgemeinschaft für geschädigte Kapitalanleger (SGK) mit Sitz in Berlin.
Brache vermutet, dass das frühere Gifhorner Kranken-
hausgelände zur Insolvenzmasse wird. Anleger seien durch die Offizin AG um mehrstellige Millionenbeträge gebracht worden. Mehmet D., Alleinaktionär von Offizin, habe die Firma mit einem entsprechend notariellen Beschluss und verbunden mit der Gesellschafterversammlung zum 31. Dezember 2016 aufgelöst, erklärt Brache auch in einem Video auf der SGK-Homepage. Als Liquidatorin und Abwicklerin des Unternehmens sei die Geschäftsführerin der Firma ProShelter benannt worden. Dieses Unternehmen – mit dem Mehmet D. auch zu tun habe – beschäftige sich mit Flüchtlingsunterkünften. Allerdings gebe es nirgends ein Büro dieser Firma, so Brache. „Es wird nun langsam Zeit, dass die entsprechenden Unterlagen sichergestellt werden, damit am Ende festgestellt werden kann, wo die entsprechenden Gelder geblieben sind“, erklärt Brache. Es gehe um mehrstellige Millionenbeträge im Zusammenhang mit der Gewährung von Nachrangdarlehen. Brache hatte mehrfach auf die seiner Meinung nach dubiosen Offizin-Geschäftspraktiken hingewiesen, deren Vorstände noch 2016 den noblen Kurfürstendamm im Kudamm-Karree als Geschäftssitz angegeben hatten. Ein Hinweis auf die Offizin Immobilienverwaltungs AG – als Ausgründung gab es auch die Projekt Gifhorn GmbH – habe sich dort jedoch nicht finden lassen.

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