Prozessbeginn: Mord in Westhagen
Braunschweig. Wegen Totschlags muss sich seit vergangenem Mittwoch ein 26-jähriger Wolfsburger vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, am 4. Juni in der Rostocker Straße in West-hagen seine 24-jährige Freundin durch einen Messerstich ins Herz getötet zu haben. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte.
Auch wenn der Angeklagte schwieg, vor dem Haftrichter hatte er bereits Angaben ge-macht. Widersprüchliche Angaben allerdings. Mal hatte ein Unbekannter seine Freundin getötet, dann wieder soll die junge Frau Selbstmord begangen haben – er sei es jedenfalls nicht gewesen. Die bis heute verschwundene Tatwaffe habe er auch nicht entsorgt; er habe das Messer irgendwo in der Wohnung abgelegt, dort müsse es noch sein.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein vorangegangener Streit – die 24-Jährige hatte ihrem Freund bereits die Wohnungsschlüssel abgenommen, nachdem er sie Tage zuvor schwer misshandelt hatte – Auslöser der Bluttat war. Zum Tatzeitpunkt habe der Angeklagte unter Drogen und Alkohol gestanden und sei möglicherweise vermindert schuldfähig; zu diesem Punkt wird es ein psychiatrisches Gutachten geben.
Die Eltern des Opfers treten in dem Prozess als Nebenkläger auf. Insgesamt sind neun Verhandlungstage bis in den April anberaumt.

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag
Kripo-Chefin kommt nach Wolfsburg zurück
Stadt Wolfsburg will Grundschulen neu- und ausbauen
Blitzer arbeitet Tag und Nacht
Markthalle als digitales Zentrum
Aids-Hilfe Wolfsburg versteigert 24 signierte VfL-Trikots
Wolfsburg: Katzen machen keinen Urlaub