Wendhausen: Babyleiche in Altkleidercontainer
Wendhausen. Im Fall der Babyleiche aus dem Altkleidercontainer in Wendhausen tappt die Polizei nach wie vor weitgehend im Dunkeln. Vergangene Woche hatten sich die Ermittler mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit gewendet und das Foto eines Handtuchs veröffentlicht, in das der neugeborene Junge eingewickelt war. Er-nüchterndes Ergebnis: „Bislang gab es nicht einen einzigen Hinweis dazu“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus.
Vor zweieinhalb Wochen hat-te ein Arbeiter bei der Leerung des Altkleidercontainers auf der Hauptstraße in Wendhausen den grausigen Fund gemacht – in dem Container lag eine Babyleiche. Noch aber gibt es keine Spur auf die Eltern des toten Kindes. Eingewickelt war der kleine Junge in ein blaues Handtuch mit Werbeaufdruck („overtoom.de“) einer nicht mehr existierenden Firma aus Baden-Württemberg, das die Fahnder letzte Woche veröffentlichten. Claus: „Leider gab es dazu nicht einen einzigen Anruf.“
Auch die genauen Todesumstände des Kindes sind weiter ungeklärt – handelte es sich um eine Fehlgeburt oder womöglich doch um ein Verbrechen? Claus: „Noch laufen gerichtsmedizinische Untersuchungen, die darüber hoffentlich Aufschluss geben werden.“ Trotz bisher fehlenden Erfolgs: „Wir geben nicht auf“ – rund ein Dutzend Beamte arbeitet weiter in der Mordkommission „Container“ an dem Fall. 

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