Ungewisse Zukunft für das Gifhorner Mühlenmuseum
Gifhorn. Wie geht es mit dem Gifhorner Mühlenmuseum weiter? Die Zukunft des unter Besucherschwund leidenden touristischen Zugpferdes, das Besitzer Horst Wrobel in eine Stiftung überführen möchte, bleibt ungewiss.
Zwei Drittel seiner Gäste hat das Museum laut Wrobel verloren. „Heute kommen nur noch etwa 60.000 Besucher im Jahr.“ Dass sein Museum einen Modernisierungsstau vor sich herschiebt, glaubt er nicht. Mit den sinkenden Einnahmen könnten die Mühlen gerade so erhalten werden, für größere Neuanschaffungen reiche das nicht mehr. Um die Zukunft des Museums zu sichern, bemüht er sich bereits seit einiger Zeit, sein Lebenswerk in eine Stiftung zu überführen. „Da kann sich dann auch die Stadt finanziell mit einbringen.“
Die Stadt Gifhorn zeigt sich dazu grundsätzlich auch bereit, doch sie erhebt Auflagen, über die es bisher keine Einigung gibt. „Wenn wir Geld dafür investieren, braucht es ein schlüssiges und überzeugendes Konzept der Eigentümer“, betont Rathaus-Sprecherin Annette Siemer. Es könne nicht einfach alles so bleiben, wie es ist. Das zeigten schon die rückläufigen Besucherzahlen. Denkbar seien zum Beispiel neue Angebote, die das Mühlenmuseum an vielen Orten erlebbarer machen, zum Beispiel für Kindertagesstätten oder auch für Schulen.
Was die Stiftungsfrage angeht, so sei die Diskussion nicht neu, bisher aber ohne Ergebnis. Siemer betont: „Es gibt bis dato noch keinen Konsens über die Ausgestaltung einer Stiftung, die die Stadt Gifhorn mittragen könnte.“

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