VW-Tarifvertrag: 4,3 Prozent mehr Geld
Wolfsburg. Der Tarifpoker ist beendet: Die rund 102.000 Tarifbeschäftigten der sechs westdeutschen VW-Werke und der Finanzsparte bekommen vom 1. Juni an 4,3 Prozent mehr Geld. Das beschlossen die IG Metall und VW nach stundenlangen Verhandlungen in der Nacht zu Donnerstag.
Das gestiegene Entgelt, das auch für Leiharbeiter gilt, liegt auf dem Niveau des Flächenabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie. Außerdem wurden unter anderem die Übernahme von 3000 Leiharbeitern bis Mitte 2013 und Verbesserungen im Ausbildungsbereich vereinbart.
IGM-Verhandlungsführer Hartmut Meine zeigte sich sehr zufrieden mit dem Tarifergebnis. „Ohne große Umwege haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, erklärte er. „Der Erfolg von VW spiegelt sich im Tarifergebnis wider. Davon profitieren Stamm- und Leiharbeitsbeschäftigte gleichermaßen.“
VW-Personalvorstand Horst Neumann sagte: „Die Beschäftigten erhalten eine ordentliche Lohnerhöhung. Wir sind dafür ans Äußerste dessen gegangen, was der verschärfte internationale Wettbewerb in der Automobilindustrie zulässt.“ Neumann erklärte weiter: „Zur Verstärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit investieren wir weiter in die Qualifizierung und schaffen zusätzliche 175 Ausbildungsplätze“.
VW-Verhandlungsführer Martin Rosik sagte, er sei in den Gesprächen ans Limit gegangen: „Die Verhandlungen waren hart. Aber wir sind sehr besonnen mit der Gesamtsituation umgegangen.“


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