Gifhorn: B-4-Brücke wird erst später abgerissen
Gifhorn. Nach ursprünglichen Plänen hätte der Abriss der B-4-Brücke über der Celler Straße bereits laufen sollen. Auch der Plan, die Abrissbagger zum Jahreswechsel anrollen zu lassen, kann nicht aufrecht erhalten werden. Wann es wirklich losgeht, steht noch in den Sternen.

Gnadenfrist für die marode Brücke: Aufwändige Vorbereitungen machen einen zügigen Start der Abrissarbeiten unmöglich. Photowerk
Laut Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist mit einem Startschuss für den Abriss der maroden Brücke eher in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres zu rechnen. „Wir haben noch keinen Planfeststellungsbeschluss“, sagte stellvertretender Leiter Michael Peuke. Ohne den könne er die Bauarbeiten nicht ausschreiben.
Der Beschluss werde demnächst eintreffen, kündigt Uwe Peters vom Landkreis als Planfeststellungsbehörde an. Laut Peuke kommt das für einen Baustart in nur drei Monaten zu spät: „Ich muss europaweit ausschreiben“ – was bedeute, dass die Auftragserteilung ein halbes Jahr in Anspruch nehme.
Offenbar kam es bei der Planfeststellung in der Vergangenheit immer wieder zu Verzögerungen, etwa durch eine neue Berechnung des Lärmschutzes. Beide Behörden begründen ihren jeweiligen Zeitanspruch mit Schwierigkeiten dieses Projekts. Peuke: „Das ist kein Kinderspiel, sondern ein recht komplexes Brückenbauwerk mitten in der Stadt.“
Und so sieht sich auch Peters in der Verantwortung, als Planfeststeller besonders gründlich zu arbeiten. Die Unterlagen seien immerhin 20 Seiten stark.
Verschoben ist nicht aufgehoben: Anwohner und Autofahrer müssen sich weiterhin auf mindestens eineinhalb Jahre Vollsperrung der B 4 und fast drei Jahre Gesamtbauzeit gefasst machen.

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