Schlachtabfälle bei Gifhorn entsport
Gifhorn. Eine widerliche Schweinerei haben Unbekannte in der Feldmark am Dannenbütteler Weg hinterlassen. Spaziergänger fanden die Reste von Tierkadavern, Innereien und Müll am Freitag vor einer Woche. Sie verständigten die Polizei. Die Ermittlungen laufen, aber bisher gibt es keine heiße Spur.

Kreisveterinär Dr. Mario Ruppert kann sich nicht erinnern, je so viel illegal entsorgte Schlachtabfälle gesehen zu haben.
In einem grauen Maurer-kübel steckte ein mit Schlachtabfällen gefüllter blauer Plastiksack, darunter befanden sich Felle gehäuteter Schafe. „Es stank bestialisch“, berichtet eine Gifhornerin, die beim Gassi-Gehen mit ihrem Hund die schreckliche Entdeckung machte. Auch nebenan in einem Wasser führenden Graben wurden große Mengen von Schlachtabfällen abgekippt. Dort lagen auch Styropor-Platten und Hausrat.
„Um 7.56 Uhr bekamen wir den ersten Hinweis und haben umgehend einen Streifenwagen losgeschickt“, berichtet Polizeisprecher Lothar Michels. Ermittelt werde wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen, dem Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz und Umweltverschmutzung. „Eventuell könnte auch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegen“, geht Michels davon aus, dass die Tiere nicht vorschriftsmäßig geschlachtet worden sind. Die Polizei schaltete auch das Veterinäramt ein.
„Was hier passiert ist, ist eine Schweinerei“, macht Kreisveterinär Dr. Mario Ruppert seinem Ärger Luft. „Ich kann mich nicht erinnern, dass schon einmal eine solch große Menge von Schlachtabfällen in der freien Landschaft abgeladen worden ist“, so Ruppert. Häufig würden sich in illegal entsorgten Schlachtresten auch abgetrennte Köpfe von Tieren finden. „Die Ohrmarken werden meistens vorher entfernt, damit keine Rückschlüsse möglich sind“, weiß der Veterinär.

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