320 Millionen für Wohnraum
Wolfsburg. Mit einer riesigen Bau-Offensive will die Neuland auf den aktuellen Wohnraumbedarf reagieren. Bis 2025 sollen 320 Millionen Euro in Neubau und Modernisierung investiert werden, allein dieses Jahr 38 Millionen in laufende Projekte. Und selbst das wird noch nicht reichen, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs.
Ob durch Kapitalaufstockung oder Zuschüsse – „wir müssen sehr ernsthaft darüber diskutieren, die Neuland in die Lage zu versetzen, noch viel mehr bauen zu können“, sagte Mohrs vergangenen Dienstag bei der Vorstellung der Wirtschaftsplanung der städtischen Tochter. Mohrs wörtlich: „Ich möchte noch dieses Jahr Projekte beginnen, die nächstes Jahr bezogen werden können. Auch kleinere Einheiten mit zehn oder 15 Wohnungen.“ Mit der Neuland arbeite man dabei vertrauensvoll zusammen.
Kein Wunder, dass angesichts der auch durch die Flüchtlingswelle enorm gestiegenen Herausforderungen der neue Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand von einem „turbulenten Jahr“ für das Unternehmen sprach. In den vergangenen Jahren habe der Fokus auf qualitativ hochwertigerem Wohnraum gelegen, nun sei die Priorität eine andere: „Kurzfristig und kostengünstig auf schnell verfügbaren Flächen zu bauen.“
Auf die soziale Komponente mit bezahlbarem Wohnraum legt auch Neuland-Aufsichtsrats-chefin Immacolata Glosemeyer besonderes Augenmerk: „Wir liegen bei der Neuland bei einem durchschnittlichen Quadratmeter-Mietpreis von 5,40 Euro. Das kann sich sehen lassen.“ Guter Standard zu bezahlbaren Preisen müsse oberstes Ziel bleiben.

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