Neue Braut für Fridolin
Leiferde. So schnell kann es gehen! Kaum war die Meldung verbreitet, dass Friederike abgehauen war und der Leiferder Storch Fridolin alleine im Nest saß, da tauchte ein neues Storchenweibchen auf. Und nach anfänglichem Missfallen scheint sich das neue Paar allmählich zu arrangieren.
Zunächst war mehrfach eine Störchin auf dem Nest des hohen Schornsteins im Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde gelandet. „Unzählige Male packte Fridolin sie sehr unsanft am Hals und schmiss sie vom Nest, sobald die eifrige Dame anfing, Äste umzudekorieren“, berichtet Bärbel Rogoschik, Leiterin des Nabu-Artenschutzzentrums.
Die Hartnäckigkeit des Weibchens zahlte sich jedoch aus: Schon am ersten Abend verbrachten beide Störche die Nacht gemeinsam im Nest. Tags darauf ging es mit den Auseinandersetzungen weiter. Am dritten Tag war es schon deutlich ruhiger, auch Paarungen waren häufiger zu beobachten.
Interessanterweise trägt die Störchin am rechten Bein einen gefalzten Ring. Nach Rücksprache mit Storchenbetreuer Hans Jürgen Behrmann benutzen Dänen für die Beringung ihrer Störche solche Ringe. Mittlerweile weiß man, dass die Störchin aus Dänemark kommt, 2015 dort im Rahmen eines schwedischen Storchenprojektes geschlüpft ist und „Mai“ heißt. Ob es zu einer Familiengründung mit der unerfahrenen Störchin kommen wird, bleibt zu hoffen, falls Friederike nicht mehr auftaucht. Interessierte können via Webcam live unter www.nabuzentrum-leiferde.de am Ball bleiben.

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