Wolfsburg: Am Rabenberg stand im Mittelalter eine Burg
Die Straße Burgwall erinnert noch heute an die Burg. Foto: Photowerk

Wolfsburg: Am Rabenberg stand im Mittelalter eine Burg

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Relikte aus dem Mittelalter: Diese Steine am Rabenberg sind Teil einer Burg, die vor Jahrhunderten im Allertal gestanden hat.

Wolfsburg. Das Schloss Wolfsburg kennt jeder, auch die Burg Neuhaus ist bekannt. Was allerdings die wenigsten wissen dürften: Es gab einst noch eine Burg in der Stadt! Am heutigen Rabenberg (Nähe Burgwall) stand vor Hunderten von Jahren die Turmhügelburg Rothehof. Reste von ihr sind noch zu sehen, sie werden am Tag des offenen Denkmals am 13. September in der Zeit von 11 bis 17 Uhr allen Interessierten präsentiert.
Die archäologische Denkmalpflege der Stadt geht davon aus, dass „Bertholdus de Rotheshof“, der im Jahr 1169 erwähnt wurde, der Erbauer der Burg gewesen sein könnte. Daniel Pollock von der Wolfsburger Denkmalschutzbehörde, schreibt dazu: „Älteste archäologische Funde von der Burg in Form von Scherben von Tongeschirr bestätigen, dass die Rotheburg in dieser Zeit bereits bewohnt war.“
Es habe sich um ein Gebäude vom Typ „Motte“ gehandelt. Dafür wurde ein künstlicher Hügel angelegt, darauf ein turmartiges Gebäude errichtet und das ganze mit Gräben und Wällen umgeben. „Die strategische Aufgabe der Burg dürfte Schutz und Kontrolle des wichtigen Nord-Südweges durch das Allertal gewesen sein“, so Pollock. 1304 kam die Anlage in den Besitz der Familie von Bartensleben. Einige Funde belegen, dass die Turmhügelburg bis in das 15. Jahrhundert genutzt wurde. Noch heute erinnert die Straße Burgwall an die Burg.

?? Am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September (11 bis 17 Uhr) gibt es an der „Motte“ einen Infostand. Gezeigt werden auch Keramikfragmente, Armbrustbolzen, Hufeisen und mehr. Die Anlage ist ab Bushaltestelle „Burgwall“ ausgeschildert.