IG Metall fordert in Salzgitter eine bessere Alterssicherung
IG-Metall-Vorstand Christoph Ehlscheid. Foto: RK

IG Metall fordert in Salzgitter eine bessere Alterssicherung

SZ-Lebenstedt. Die IG Metall Salzgitter-Peine plädiert für einen Strategiewechsel bei der Rente. Auf der Delegiertenversammlung kündigte sie eine weitere Mobilisierung an.

„In der Alterssicherung sind die Weichen nach wie vor falsch gestellt. Statt möglichst niedriger Beitragssätze muss eine auskömmliche Rente für alle wieder zur Zielgröße der Rentenpolitik werden“, sagte Christoph Ehlscheid, Bereichsleiter für Sozialpolitik beim Vorstand der IG Metall, vor über 200 Delegierten in Salzgitter.
Auch die guten Rentensteigerungen in diesem Jahr könnten nicht über die düsteren Perspektiven bei der Alterssicherung hinwegtäuschen. „Wenn nichts geschieht, dann wird das Rentenniveau weiter sinken und die Regelaltersgrenzen werden weiter steigen“, so Ehlscheid.
Die Vorschläge der IG Metall: „Die gesetzliche Rente muss wieder den entscheidenden, also einen höheren Beitrag, zur Lebensstandardsicherung leisten“. Dafür schlage die IG Metall ein Drei-Phasen-Konzept vor. Danach solle das weitere Absinken des gesetzlichen Rentenniveaus umgehend gestoppt (Stabilisierungsphase) und in einem zweiten Schritt die Renten wieder an die Lohnentwicklung angekoppelt werden (Ankoppelungsphase). Anschließend soll das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente auf ein neues Sicherungsziel angehoben werden (Anhebungsphase).
Ehlscheid kündigte an, dass die IG Metall ihre im Sommer gestartete Kampagne unter dem Titel „Mehr Rente – Mehr Zukunft“ bis zur Bundestagswahl fortsetzen wollen. „Die Zukunft unserer Alterssicherung werden wir auch zu einem zentralen Thema des Bundestagswahlkampfes machen. Gegenüber unseren Forderungen müssen die Parteien, die sich um die Stimmen unserer Kolleginnen und Kollegen bewerben, Farbe bekennen“, so Ehlscheid.