Lindenquartier in Peine: Investor springt ab
Groß ist die Enttäuschung von Bürgermeister Klaus Saemann nach dem Absprung des Investors OFB.

Lindenquartier in Peine: Investor springt ab

Peine. Es ist ein Schock für die Stadt Peine: Der Investor OFB aus Frankfurt am Main ist aus dem Projekt „Lindenquartier“ ausgestiegen. Damit liegen die Pläne für die Erneuerung der Hertie-Brache in der Peiner Innenstadt erst einmal auf Eis.

Als einen „herben Rückschlag für Peines städtebauliche Entwicklung“ bezeichnete Bürgermeister Klaus Saemann den Absprung. Grund seien Uneinigkeiten zwischen OFB und Stadt gewesen. Der Investor hatte im Oktober überraschend einen Joint-Venture-Partner präsentiert, was die Peiner Politik nicht akzeptierte. „Die Stadt darf sich an entscheidenden Stellen nicht das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen“, so Saemann.
Damit wird es nun nichts mit der geplanten Investition von 40 Millionen Euro, durch die OFB drei bis vier gewerblich genutzte Gebäude sowie einige Wohnungen realisieren wollte.
Wie geht es nun weiter? Der beim Investorenwettbewerb im Jahr 2013 Zweitplatzierte, die THI Holding aus Hannover, soll nun zum Zug kommen. Diese hat bereits ihr weiteres Interesse bekundet. Der Haken daran: Innerhalb der vier Jahre haben sich die Bedingungen stark geändert, unter anderem durch die Verlagerung des Handels in den Online-Bereich. Das bedeutet, dass das bisherige Konzept von THI überarbeitet werden muss.
Bis der „Schandfleck“ in der Peiner Innenstadt beseitigt werden kann, wird es folglich noch eine Weile dauern.