Bundesverdienstkreuz für Eva Schlaugat aus Peine
Landrat Franz Einhaus überreicht die Urkunde zum Bundesverdienstkreuz.

Bundesverdienstkreuz für Eva Schlaugat aus Peine

Peine. Große Ehre für die Peiner Politikerin Eva Schlaugat: Am Mittwoch überreichte ihr Landrat Franz Einhaus (SPD) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das ihr Bundespräsident Joachim Gauck bereits am 30. August 2014 verliehen hatte, wie auf der Urkunde zu lesen ist.
Die Ehrung ist eine Anerkennung des Lebenswerkes der 71-jährigen Grande Dame der Peiner Sozialdemokratie, die Mitte der 1970er-Jahre gemeinsam mit Ute von Wrangell in Peine das Peiner Frauenhaus initiierte und dank ihrer politischen Kontakte die Finanzierung sicherstellte.
Seit knapp 30 Jahren gestaltet Schlaugat die Kommunalpolitik im Kreistag mit. Sie engagiert sich in der Frauen- und Sozialpolitik. Seit neun Jahren ist sie Vorsitzende des Kreistages und erste stellvertretende Landrätin, was Landrat Einhaus besonders hervor hob und der Geehrten auch ganz persönlich seinen Dank aussprach, dafür dass sie ihm oftmals den Rücken frei hält.
Bemerkenswert sei auch, so Einhaus in seiner Laudatio, dass Schlaugat stets mehr ihr Wirken in den Mittelpunkt stelle als ihre Person. So hätte sie erst überredet werden müssen, auch die heimische Presse zur Verleihung einzuladen, berichtete der Landrat schmunzelnd. Wichtig sei Schlaugat, dass sie das Verdienstkreuz in Gegenwart ihrer Familie und wichtiger politischer Weggefährten entgegen nahm. So war zum Beispiel Enkel Jona dabei.
Zum Gratulieren hatte aber auch der Peiner Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil vorbeigeschaut, genauso wie die Kreistagspolitiker Dr. Katrin Esser-Mönning, Günter Hesse und Siegfried Konrad. Eine ganz wichtige Persönlichkeit für Schlaugat ist aber auch der ehemalige Landtagsabgeordnete Ulrich Biel, der sie für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen hatte. Weitere Weggefährten gestern im Kreishaus waren Christa Schmiedel und Günter Famulla, Ehrenvorsitzender des Paritätischen. Schlaugat hatte in ihrer beruflichen Laufbahn zuletzt den Paritätischen als Geschäftsführerin geleitet.
Eva Schlaugat trat bereits mit 19 Jahren in die SPD ein und bekleidete seitdem zahlreiche politische Ämter. Jahrelang stand sie dem größten SPD-Unterbezirk im Braunschweiger Land vor, dem SPD-Unterbezirk Peine. Ein Höhepunkt ihrer politischen Karriere war der Einzug in den Bundestag für den Wahlkreis Peine-Gifhorn, dem sie von 1997 bis 1998 angehörte. Ihren Wahlkampf organisierte seiner Zeit übrigens der heutige SPD-Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil. Dem Kreistag gehört Schlaugat seit 1986 an, bereits zuvor hatte sie sich dort als Bürgervertreterin engagiert. Ein Meilenstein in der kommunalen Frauenpolitik war die Initiierung des Peiner Frauenhauses, an der Schlaugat gemeinsam mit Ute Wrangell maßgeblich beteiligt gewesen war. Beruflich engagierte sich die Geehrte beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, dessen Geschäftsführerin sie 13 Jahre lang war.

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