100 Jahre Einsatz: Innenminister ehrt den SV Viktoria Woltwiesche

100 Jahre Einsatz: Innenminister ehrt den SV Viktoria Woltwiesche

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat bei einem feierlichen Empfang die „Sportplakette des Bundespräsidenten“ dem Sportverein Viktoria Woltwiesche überreicht. Vorsitzender Ulrich Wegener und Geschäftsführer Herbert Gödde nahmen die Auszeichnung und Urkunde mit großer Freude entgegen.  

Minister Boris Pistorius übergibt dem Viktoria-Vorsitzenden Ulrich Wegener und Geschäftsführer Herbert Gödde die Sportplakette des Bundespräsidenten.

Im Gästehaus der Landesregierung in Hannover würdigte der Minister im Beisein von Vertretern des Landessportbundes die Verdienste der 16 geehrten Sportvereine für das gesellschaftliche Miteinander. „Das ehrenamtliche Engagement vieler Männer und Frauen in der Vereinsarbeit mit Schwerpunkt Breitensport ist dabei von herausragender Bedeutung“, erklärte Pistorius. Er ist davon überzeugt, dass gerade die Traditionsvereine auch künftige Herausforderungen hervorragend bewältigen werden.
Im Jahr 1984 wurde vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens die Auszeichnung für Turn- und Sportvereine sowie Sportverbände, die sich besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben, die „Sportplakette des Bundespräsidenten“ gestiftet. Diese wird zum 100-jährigen Bestehen verliehen.
Der Sportverein SV Viktoria Woltwiesche wurde am 25. April 1913 von fußballbegeisterten Woltwieschern gegründet. In den ersten Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg wurde im „Verband ländlicher Ballspielvereine“ mit Sitz in Lengede gespielt. In der Zeit des Streites zwischen Turnern und Fußballern schlossen sich die Woltwiescher dem Turnerfußball an. Nach dem Krieg 1945 normalisierte sich das Leben nur langsam. Aber heimgekehrte Fußballkameraden knüpften alte Bande und kümmerten sich auch um die „Neubürger“.
In den Jahren 1979/80 wurden an der Fuhsestraße auf einem zwei Hektar großen Gelände eine neue Sportanlage mit Fußballfeld, Mehrzweckplatz und Sportheim errichtet. Letzteres überwiegend durch Eigenleistung. 2002 kam die neue Sporthalle hinzu, zu der auch Viktoria erheblich beitrug. Somit verfügt der Klub über gute Voraussetzungen. Heute werden außer Fußball noch Turnen, Tischtennis, Jazzdance, Aerobic, Gymnastik, Skilauf, Volleyball, Basketball, Walking und Gesundheitssport betrieben.